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Kurparks & Kurwald

Kurparks

Aller guten Dinge sind drei:

Der weitläufige Arminiuspark mit seinem alten Baumbestand, der noch urwüchsig erscheinende Jordanpark und der gärtnerisch sehr aufwändig gestaltete Kaiser-Karls-Park betonen das vielseitig unterschiedliche Erscheinungsbild der Badestadt.

Arminiuspark

Das Wirken von Peter Josef Lenné, dem berühmten Gartenbaudirektor der preußischen Könige, ist auch in Bad Lippspringe zu erkennen. In Anlehnung an seine Pläne und die seiner Schüler soll der 6,2 ha große Arminiuspark angelegt worden sein. Für die letztlich verbindliche Gestaltung um 1840 zeichnete der Paderborner Gartenbaudirektor Nölting verantwortlich.

Heute zeigt sich der Arminiuspark dem Besucher in veränderter Form. Von der einst mit Kastanien bepflanzten Allee sind nur noch wenige Exemplare erhalten geblieben. Auf dem modellierten Terrain mit seinen weiträumigen Rasenflächen konnten die alten Bäume mittlerweile zu eindrucksvollen Naturdenkmälern heranwachsen.

Grundlegende Veränderungen brachte das Expo-Jahr 2000, als der Arminiuspark in einen so genannten „Allergologischen Kommunikationspark“ umgestaltet wurde. Die erhaltenswerte Parksubstanz blieb von den Planungen bewusst unberührt.
Ein Erlebnis für jeden Besucher ist die „Nebelwiese“. Hier steigt kein weißer Rauch auf, wie wir ihn von der Papstwahl in Rom kennen, sondern künstlich erzeugter Nebel. Dem Beobachter soll so die Reduzierung des Pollenfluges bei feuchter Witterung verdeutlicht werden.

Zum beschaulichen Verweilen lädt die Lippe-Promenade ein. Ein Allergiepfad und die allergologischen Gärten am Prinzenpalais vermitteln nicht nur interessierten Betroffenen anschauliche Informationen.

Die in vielen Parks aufgestellten Schilder „Betreten verboten“ findet der Besucher im Arminiuspark nicht. Im Gegenteil: Hier ist das Betreten der weiten Rasenflächen ausdrücklich erwünscht. Von diesem großzügigen Angebot machen die Bad Lippspringer natürlich immer wieder gerne Gebrauch. Zum Beispiel beim Parkfestival, das jedes Jahr zu Pfingsten mehrere tausend Besucher nach Bad Lippspringe in den Arminiuspark lockt.

Jordanpark

Der um 1900 angelegte Jordanpark, 2,5 ha,  schließt sich fast nahtlos an den Arminiuspark an. Seinen Namen verdankt er dem Flüsschen „Jordan“, dessen Quelle im Zentrum des Parks entspringt. Im Gegensatz zum Arminiuspark, der eine offene landschaftliche Gestaltung betont, weist der Jordanpark einen geschlossenen waldartigen Charakter auf. Im Frühjahr schmückt ein Meer aus Frühlingsblumen die Parkwiesen. Wie der Arminiuspark ist auch der Jordanpark öffentlich zugänglich.

Kaiser-Karls-Park

Der Kaiser-Karls-Park ist der dritte und jüngste Kurpark in Bad Lippspringe. Seine Entstehungsgeschichte ist eng verbunden mit den schwierigen Folgen, die der 2. Weltkrieg für die Kur- und Badestadt hatte. Da der Arminiuspark bis Mitte der 50-er Jahre von der Britischen Besatzungsmacht beschlagnahmt worden war, entschied sich die Stadt 1951 im Westen des Badeortes einen „Ersatzpark“ anzulegen. Er wurde nach Karl dem Großen benannt, der mehrmals in „Lippiagyspringiae in Saxonia“ weilte. Hier spiegelt sich besonders plastisch das kreativ-phantasievolle Gespür und das handwerkliche Geschick der städtischen Gärtner wider. Eine besondere Augenweide sind die besonders farbenfroh arrangierten Pflanzenbeete, Blumenampeln und Buchsbaumfiguren.

In den durch Hecken abgeschirmten Gartenräumen laden Bänke zum Verweilen ein. Ein weiterer Anziehungspunkt im weitläufigen Gelände ist die große Wasserfontäne, die bei Einbruch der Dunkelheit bunt illuminiert wird. Der Kaiser-Karls-Park ist jedes Jahr auch sehr gut besuchter Veranstaltungsort für die Anfang August stattfindende Parkbeleuchtung. Bitte beachten Sie, dass der Kaiser-Karls-Park nur mit gültiger Gästekarte oder gegen ein geringes Entgelt (während der Saison) besucht werden kann. Hunde und Fahrräder sind dort nicht gestattet!
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Arminiuspark
Arminiuspark
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Jordanpark
Jordanpark
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Kaiser Karls Park
Kaiser-Karls-Park