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Willi Schmidt zu Gast bei Horst Köhler

Durch Partnerschaft mit Irland Einladung ins Schloss Bellevue

Bad Lippspringe. Staatsbesuche sind in Berlin keine Seltenheit. Wohl aber die Einmaligkeit, dass der Bürgermeister von Bad Lippspringe, Willi Schmidt, dazu eingeladen wurde. Anlässlich des Staatsbesuchs der irischen Präsidenten, Mary McAleese, wurden Willi Schmidt und seine Frau Ulla am vergangenen Montag vom Bundespräsidentenpaar Eva Luise und Horst Köhler zum Abendessen empfangen.

Noch an einen Scherz glaubte Ulla Schmidt, als ihr Mann ihr von einigen Wochen von der Einladung erzählte. Doch die goldbedruckte Einladung ins Schloss Bellevue lag bereits vor - und löste bei Willi Schmidt ebenso große Verwunderung aus.
Anlass dieser besonderen Ehre ist die Verbindung Bad Lippspringes mit der irischen Partnerstadt Newbridge. Die seit zehn Jahren bestehende Städtepartnerschaft, ausgelöst durch die Deutsch-Irische-Partnerschaftsinitiative (D.I.P.I.), stößt in Bad Lippspringe wie in Newbridge auf große Resonanz. Jährlich finden zahlreiche Besuche und Gegenbesuche statt, Musikgruppen, Kinder und Jugendliche reisen in den Ferien hin und her. An die 2500 Besuche hat es in den vergangenen zehn Jahren bereits gegeben. Diese Verbindung ist von höchsten politischen Gremien nicht unentdeckt geblieben. Der Vorschlag für die Einladung ins Schloss Bellevue kam daher wohl von der deutschen Botschaft in Dublin.
Ist in Staatskreisen auch eher von einem "kleinen Abendessen" die Rede, fanden sich am Montagabend an die 120 Personen im Amtssitz des Bundespräsidenten ein. Darunter auch die früheren Bundespräsidenten Walter Scheel und Richard von Weizäcker. Nach einer persönlichen Begrüßung durch den Bundespräsidenten und seiner Frau Eva Luise sowie durch Mary McAleese und ihrem Mann Dr. Martin McAleese nahmen Willi Schmidt und seine Frau an dem Vier-Gänge-Menü beim Staatsbankett teil. "Der Hirschrücken mit Nusskruste" war Spitze erinnert sich Willi Schmidt an einen von vielen Eindrücken an diesem Abend. "Es war schon ein besonderes Gefühl über den roten Teppich durch ein Fackel-Spalier des Wachbataillons über den roten Teppich in das historische Schloss zu gehen."
Die irische Staatspräsidentin Mary McAleese nahm sich ausdrücklich auch Zeit mit dem Bürgermeister der doch kleinen Badestadt zu reden. "Sie war bestens über die Zusammenhänge der Partnerschaft informiert", zollte Willi Schmidt ihrem Wissenstand Achtung. Und vielleicht war gerade diese Partnerschaft gemeint, als Mary McAleese in ihrer Rede sagte: "Heute sind die Bürger Irlands und Deutschlands viel mehr als nur beiläufig durch elektrische individuelle Beziehungen verbunden".